Sonntag, 28. Oktober 2012

Dschin Dschin Dschingis Khan


Dschin Dschin Dschingis Khan
… hatte mit seinen tollkühnen Reitern einst vor ca. 800 Jahren in der halben Welt Furcht und Schrecken verbreitet.

Von seiner Hauptstatt Karakorum in der Zentralmongolei aus hatte Dschingis Khan in nur wenigen Jahren große Teile Asiens und Europas eingenommen. Vor allem durch die schnellen wendigen Reiter, die im vollen Galopp noch die Pfeile zielsicher abschießen konnten, waren ein Garant für den Erfolg. Das Problem der Logistik über die weiten Strecken lösten die Mongolen ganz clever. Für die Ernährung wurde das Fleisch getrocknet und gemahlen. Zusammen mit geriebenem Getreide war die „Instand“ Suppe geboren. Übernachtet wurde natürlich in Jurten die schnell auf- und abgebaut waren.

Durch die kleinen aber robusten mongolischen Pferde konnten die Reiter weite Strecken durch kalte und heiße Gegenden zurücklegen. Diese sogenannten Takhi Pferde sind in der Mongolei fast ausgestorben.

Hustain National Park:
Im Hustain Nationalpark, ca. 100 km westlich von Ulaan Bator, leben die letzten Wildpferde der Mongolei. Wir machen einen kleinen Abstecher in den Nationalpark und hoffen ein paar dieser seltenen Tiere zu sehen. Der Weg dorthin ist natürlich wieder eine Piste, die jetzt sandiger und lehmiger ist. Die Landschaft hat sich seit Tsetserleg stark verändert. Mehr Steppe, Sandgürtel und sogar richtige Sanddünen. Die Schaf- du Ziegenherden sind hier viel größer als im wilden Altai.




Na, wo sind die Pferdchen?

ahhh, da sind die Takhi Pferde

Jonas hätte gerne so eine Mini-Jurte

Wir dürfen neben dem Informationszentrum des Nationalparks kostenlos campieren. Als kleines Dankeschön möchten wir im kleinen Lokal Abendessen. Es sitzen auch Bleichgesichter im Raum, die uns verdutzt ansehen. Die Kellnerin fragt uns nach unserem Guide. Wir haben keinen. Sie fragt uns ob wir uns vorher im NP angemeldet haben. Nein haben wir nicht. Ja, dann gibt es auch nichts zu essen, den die Mahlzeiten sind genau abgezählt. Die Managerin des NP lädt uns in ihr Büro ein, erzählt etwas über den Park und die Tiere. Da fast nie Individualreisende vorbei kommen, sondern nur gebuchte Touren meist aus Ulaan Bator, sind sie mit der Küche nicht auf zusätzliche Gäste eingestellt. Sie meint, dass wir mit Allrad allein und ohne Guide in den Park fahren dürfen. Am besten sieht man die Pferde bei Sonnenaufgang oder so gegen 6 Uhr morgens wenn die Tiere zum Trinken runter zum Fluss kommen. Wir schauen uns nur grinsend an.

Natürlich schaffen wir es nicht um 6 Uhr, dafür um 10 Uhr. Die Piste ist gut machbar, auch wenn es manchmal ganz schön wackelt. Ein Guide gibt uns noch einen Tipp in welchem Seitental wir evtl. Pferde sehen können. Und tatsächlich zwei kleine Gruppen mit je 4 Tieren grasen an einem Hang. Glück braucht der müde Reisende ;-)

Karakorum…
war einst die Hauptstadt der Mongolen. Das zum Teil erhaltene Kloster Erdene Zuu bildete damals das Zentrum der Stadt. Heute kann man einige Gebäude, Klöster und ein Museum innerhalb der beeindruckenden Stadtmauern sehen. Diese schönen Klosteranlagen wurden ausnahmsweise von der russischen Kulturrevolution verschont, weil die schlauen Mönche noch rechtzeitig erklärt haben, dass dies zu einem Museum umfunktioniert wird und praktische kein Kloster mehr ist. Das tibetische Kloster hat in der Mongolei einen sehr hohen Stellenwert. Es werden regelmäßig jeden Tag Zeremonien abgehalten. Junge Mönche spielen auf Schalmein oder rufen mit großen Trommeln zum Gebet. Auch hier beobachten wir wie in Tsetserleg, dass Mongolen ihre Wünsche und Sorgen auf Zettel schreiben und dem Abt geben. Außerhalb der Stadtmauern kann man eine überdimensionale Steinschildkröte anschauen, oder wie Jonas an ihr hoch klettern. Die Schildkröte war einst das Wahrzeichen der Stadt und von Dschingis Khan.

Karakorum Kloster

Karakorum alte Stadtmauer

auf Dschingis seiner Schildi

Mönch vor Stupa

Buddhist Mönche auf dem Weg zum Morgengebet.

im Kloster

im Kloster

Jonas dreht riesen Gebetsmühle

buddh Novicen rufen zum Morgengebet


wie in alten Zeiten

Karakorum wird natürlich auch von anderen Touristen besucht. Diese kommen zu unserem Auto und können es oft gar nicht glauben, dass wir soweit selbst gefahren sind. Wir übernachten direkt neben der Stadtmauer, genießen den herrlichen Sonnenuntergang. In der Nacht glauben wir sogar Dschingis Khan und seine Reiter gehört zu haben.


 mongolischer Junge bekommt erst mit 5 die Haare geschnitten

in einem Dorf kaufen wir Wasser


unser Stellplatz

und überall Greifvögel

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