Sonntag, 28. Oktober 2012

Hummer City – Ulaan Bator


Schnell und entspannt fahren wir die letzten 100 km nach Ulaan Bator, jedoch erwartet uns hier ein Verkehrschaos. In der Hauptstadt UB wohnen über 1 Mio. Menschen. Wenn man bedenkt dass die Mongolei nur 2,2 Mio. Einwohner hat, kann man sich vorstellen wie es hier nur so wuselt. Aber nicht nur Menschen, sondern natürlich auch die PKWs türmen sich hier.

Es scheint einen Wettbewerb zu geben, wer den größeren Jeep oder SUV fährt. Klare Favoriten sind natürlich die Hummer. Wir haben das Gefühl, dass UB die größte Hummerdichte in der Welt hat. Wir haben, zu Jonas Freude, noch nie so viele Hummer oder protzige Jeeps gesehen.

Komischerweise ist der Belag der Hauptverkehrsader, die Peace Avenue, miserabel schlecht, voller Schlaglöcher und Hindernisse. Im Prinzip herrscht hier den ganzen Tag Stau auf 4 Suren, die Abgase kann man sich vorstellen!

Wir bahnen uns den Weg, einmal komplett von West nach Ost, zum Oasis Guesthouse. Sybille aus Deutschland und ihr Freund aus Österreich haben vor vielen Jahren hier das Guesthouse gegründet und eine echte Oase daraus gemacht. Nicht nur für Rucksack – oder motorisierte Reisende, sondern auch für die Bevölkerung.

Jonas und die liebe Sybille

Im schönen Garten campieren wir für ein paar Tage und genießen Sybilles Koch- und Backkunst. Als erstes gönnen wir uns… Schnitzel mit Pommes. Wow, wussten gar nicht, dass man sich so darauf freuen kann ;-) Sybille ist wirklich ein Goldschatz und ein Arbeitstier und vor allem dabei immer super freundlich und strahlt.

Liebe Sybille danke für die schönen Tage in deinem Guesthouse, wir haben uns wirklich sehr wohl gefühlt. Dir alles Gute für die Zukunft.

Mit mongolische Freunde von Sybille helfen uns zwei neue Reifen zu finden. Es ist nicht leicht unsere General Grabber AT2 in der richtigen Größe auf zu treiben. Aber es gelingt uns, natürlich auch zum entsprechenden Preis.

Wir besichtigen die Stadt, schauen uns Tempel und Klöster an und genießen es mit anderen Reisenden zu reden. Immer wieder kommen wir zur Erkenntnis, dass wir nicht ausgeflippt sind. Ihr müsstet erst mal andere Geschichten und Projekte sehen oder hören

Buddh Kloster - Jonas auf riesen Fuss

auf dem Stadtplatz

Jonas vor Dschingis Khan Denkmal

Jonas beim Friseur

Jonas ist glücklich, er spielt auf dem grünen Rasen, hilft Sybille beim Putzen und Reinigen der Jurten, diskutiert Reparaturprobleme mit anderen Reisenden und spielt mit allen.

Einen Nachmittag schauen wir uns den „Black market“ an. Hier werden keine illegalen Waren verkauft, zu minderst jetzt nicht mehr, sondern alles was man sich nur vorstellen kann. Auf dem riesigen Gelände am Stadtrand kann man von Steigeisen, Sattel, Seile, Plastikfässer, Kleidung, CDs, Elektronikartikel, Autoteile bis zu ganze Jurten alles erstehen. Natürlich können wir wieder mal nicht widerstehen und kaufen Jonas warme Winterstiefel, so wie es die Mongolen haben. Jetzt ist Jonas fast ein echter Mongole! Petra lässt sich von älteren Herren überzeugen, dass es hier ganz tollen Schnupftabak gibt. Sie kostet `ne „Bries“ und ist dann fast eine Stunde nicht mehr zu gebrauchen.

Alte Männer tauschen sich über Schnupftabak und schöne Steinfläschchen aus.

Petra gönnt sich ne "Bries" Schnupftabak.

Sie meint, dass da auch noch andere „wohltuende“ Stoffe drin gewesen sein müssen, denn sie fliegt förmlich über den Markt. Die Verkäuferinnen haben ihren Spaß.

Jonas spielt mit Freunden

Oktoberfestanstich mit Freunden

Hier treffen wir andere Teilnehmer aus unserer Gruppe. Julian aus Frankreich mit einem Motorrad, Sam & Dave aus der Schweiz mit einem Landy. Die anderen werden wir kurz vor der Chinesischen Grenze kennen lernen.

1 Kommentar:

  1. So so ... "wohltuende Stoffe" *grins*
    Naja das Löwenbräu war ja bestimmt auch ein wohltuender Stoff ;-)
    Liebe Grüße aus Bavaria
    Otto

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Danke für deine Nachricht.
Liebe Grüsse, die Özis