Montag, 25. Februar 2013

Battambang - grausam & schön

17.12. – 18.12.2012 Höhe: 4 m – 47m    Am Südufer um den Tonle Sap Lake, mit Stop in Battambang
 
Jetzthaben wir uns genug erholt und unsere Akkus sind wieder aufgeladen. Die Hummeln unter dem Hintern werden wieder aktiv, wir ziehen weiter.
Immer wieder kuriose Fahrzeuge:
 
 
 
 
Die größte Attraktion die Kambodscha, ja vielleicht sogar ganz Südostasien zu bieten hat, ist Ankor Wat. Wir beschließen am Südufer des Tonle Sap See entlang zu fahren. Diese Strecke ist etwas länger, dafür führt sie durch malerische Dörfer, ländliches Gebiert und am schönen Tonle Sap See entlang.
 
Die Tiere bekommen noch richtiges Wellness.
Nördlich von Phnom Penh fühlen wir uns sehr schnell wieder Jahrzehnte zurückversetzt. In den flachen Reis- und Getreidefeldern stehen Rinder mit großen Hörnern, Jungen tragen Grasbüschel durch die Gegend, Bauern bestellen ihre Felder oder liegen in Hängematten um sich bei der Hitze von der harten Arbeit zu erholen.
 
 
Dörfer am Südufer des Tonle Sap sind auch für ihre hochwertigen Steinmetzarbeiten bekannt. Schließlich haben sie ihr Können beim Bau von Ankor Wat vor fast 1000 Jahren schon bewiesen. Wir besuchen Steinmetze und schauen ihnen über die Schulter. Welch harte Arbeit, wir können es gar nicht glauben, dass mit diesen einfachen Werkzeugen aus einem staubigen Steinquader innerhalb von Wochen, manchmal auch Monaten, eine filigrane Buddha Statue entsteht.
 
 

Die Figuren schmücken auch die Tempel in der Umgebung und lassen jetzt schon die Pracht von Ankor Wat im Norden erahnen.
In vier Stadien wird hier vom Leben bis zum Tod eines Mönchs erklärt.
Killing Fields
In Battambang treffen wir auf die Grausamkeiten aus der jüngeren Vergangenheit des Landes. Dieser Ort war einst eine Hochburg der Roten Khmer. Ganz in der Nähe des Ortes steht das Kloster Wat Phnom Sampeau auf einem Hügel. Jedoch gibt es hier auch sogenannte „Killing Fields“ der Roten Khmer. Von Felsspalten aus wurden gefangene der Roten Khmer einfach lebendig in die Höhlen geworfen. In einem Tempel in der Höhle kann man immer noch Knochen und Schädel in einem Glasschrank sehen.
Höhle - Killing Fields. Rechts unten in dem Schrein sind Knochen der Getöteten.
Von der Hügelspitze aus hat man eine tolle Aussicht auf die weite Ebene bis zum See. Dieses Fruchtbare Land wird auch die Reisschüssel Kambodschas genannt.
 
Tolle Aussicht auf die Reisschüssel Kambodschas.
Auf der Karte sieht die Fahrt auf den Hügel steil, kurvig und vor allem eng aus. Unten am Eingang (Ticketcounter) kommen wir mit einem jungen Mann ins Gespräch. Der bietet uns sofort an, mit seinem Moped voraus zu fahren umso uns den Weg zu zeigen und gleichzeitig entgegenkommenden Verkehr auf zu halten.
Unser junger "Guide".
Die schlafende Prinzessin. Man muss nur genau hinsehen.
Dies überzeugt uns, und wir engagieren den Jungen. Wir sind wirklich sehr froh, dass wir das gemacht haben, denn er erzählt uns einiges über Land und Leute, zeigt uns den Weg und kümmert sich wirklich um den Verkehr (die Bergstraße ist sehr schmal). Jonas freut sich auch, denn so hat er einen neuen Spielgefährten, ja er darf sogar mit auf dem Moped.
Bitte noch eine Runde.
Der Tempel ist auch sehr schön und die Mönche super freundlich. Jonas kommt auch dieses Mal nicht aus. Er wird gehalten, befragt und in die Wangen gezwickt ;-)
Nicht schon wieder ;-)
 Vor den Affen im Garten macht Jonas aber dieses Mal einen großen Bogen herum. Sicher ist sicher!
Braver Affe...
Böser Affe
Bamboo Train
Eine lustige und wirklich coole Attraktion ist der Bamboo Train in Battambang. Der „Zug“ heißt so, weil man auf einer kleinen Bambus Plattform, gerademal so groß dass vier Personen darauf Platz haben, sitzt.

Bamboo Train - unsere Rennsemmel.

Die Palette liegt quasi frei auf zwei Achsen, wovon eine mittels Riemen von einem Motor angetrieben wird. Das Ganze ist wie ein Bausatz der ganz schnell demontiert wurden kann. Das ist auch sehr wichtig, denn die Strecke fahren wir hin und zurück, auf nur einem Gleissystem. Da bleibt es nicht aus, dass jemand entgegen kommt. Aber kein Problem, dann wird einfach das Gefährt abgebaut und hinter dem anderen wieder zusammen gebaut.


Die Gleise sind leicht verzogen... und Gegenverkehr kommt auch noch!
Unser Puls schnellt richtig in die Höhe als die Seifenkiste auf Gleisen abzieht. Wow, mit so viel Speed haben wir nicht gerechnet. Mit mühe falten wir unseren Sonnenschirm wieder ein und halten uns an... uns selbst fest. Es holpert mächtig, denn die Gleise sind total verbogen und haben zum Teil richtige Absätze. Aber wir haben echt Spaß bei der wilden Fahrt und der kühle Fahrtwind tut gut.



Bamboo Train Bahnhof.

 Die Landschaft ist wirklich unglaublich schön und die Menschen, wie schon in ganz Kambodscha über freundloch, herzlich und hilfsbereit. 
Während wir essen, bewacht dieser Herr von sich aus unser Auto. Oder ist er nur neugierig?

In einem Restaurant spielt Jonas mit dem Sohn des Hauses.
Die Mönche ziehen morgens aus um Essensspenden zu sammeln.
Die Mönche beten für die Spenderin.

Kommentare:

  1. WOW, haut mich um euch auf den selben Stellen stehen zu sehen, wie ich letzten September (Wat Phnom Sempeau)... Eigentlich bin ich nur auf euren Blog gestoßen weil ich Visainformationen zum Iran gesucht habe, aber ihr macht ungefähr das, was ich auch für die Zukunft plane. Letztes Jahr war ich nur mit dem Zug unterwegs...

    AntwortenLöschen
  2. WOW, haut mich um euch auf den selben Stellen stehen zu sehen, wie ich letzten September (Wat Phnom Sempeau)... Eigentlich bin ich nur auf euren Blog gestoßen weil ich Visainformationen zum Iran gesucht habe, aber ihr macht ungefähr das, was ich auch für die Zukunft plane. Letztes Jahr war ich nur mit dem Zug unterwegs...

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Benjamin,
    schön, dass dich das Iran Visum auf unseren Blog gebracht hat. ;-) Da hast du dir ne schöne Tour ausgesucht. Uns hat es wirklich unglaublich gut gefallen. Wir wünschen dir viel Spass und nur schöne Erlebnisse. Lass doch was von dir hören, wenn du unterwegs bist. Würde uns interessieren. SG Mustafa

    AntwortenLöschen

Danke für deine Nachricht.
Liebe Grüsse, die Özis