Mittwoch, 28. November 2012

Wildes China - super!

19.10. – 22.10.12 Höhe: 477m – 2.936m

Größer könnte der Kontrast nicht sein. Wir haben wichtige Sehenswürdigkeiten uns angesehen, sind durch moderne Megastädte (mehrfach über 10 Mio. Einwohner) gekommen und sind bis jetzt nur Landstraße gefahren und haben dadurch ländliches Leben erlebt und gesehen.

Noch sind die Straßen geteert und die Kinder können mit ihren
selbstgebauten Fahrzeugen halsbrecherisch die Berge herunter rasen.
 
Aber jetzt geht es wirklich weit abseits der normalen Routen durch die Berge und durch eine Region, die von Minderheiten bewohnt wird. Es sind vor allem die Yi, die seit fast 6.000 Jahren verstreut in den Bergen von Südchina in Sichuan und Yunan leben.
Stolzer Yi Mann mit seiner schönen Pfeife.
Die Yi Damen tragen meist nette Mützen.
Die knapp 8 Mio. zählende Minderheit ist arm und lebt von dem was die Natur hergibt. Und das ist in dieser rauen Umgebung oft nicht viel. Sie leben vor allem von Kartoffeln und Gemüse aus ihren kleinen Gärten.
 
Das Brennholz wird in weiter entfernten Wäldern geschlagen
und muss dann zu Fuß nach Hause gebracht werden.
Unglaubliche Lasten werden vor allem von den Frauen getragen.
Die Kultur ist alt, kennt eine eigene Schrift und Sprache. Die Yi haben einen ausgeprägten Natur und Ahnenkult. Ein Bimo ist ein angesehener Schamane, der den Kontakt zu den Ahnen aufrecht erhalten kann.

Buuuuh, hab ich mich erschreckt. Immer spassig aufgelegt.
 
Bis jetzt hatten wir fast nur gute bis sehr gute Straßen aber seit wir hier in der Region der Minderheiten sind, haben wir das Gefühl, dass diese Menschen von Beijing vergessen wurden / werden oder absichtlich klein gehalten werden. Es sind schlimme Pisten, die für uns kurz ärgerlich sind aber für die Menschen hier Alltag und eine hohe Bürde darstellen.
 
Die Straße wär an manchen Stellen ohne die hohe Bodenfreiheit
und dem Allrad nur sehr schwer machbar gewesen.
In den niedrigeren Lagen leben die Menschen noch in weissen mit roten und braunen Elementen bemalenen Steinhäusern, die schnell von sehr einfachen, dunklen Holzhütten abgelöst werden.
 
 
Hier leben die Yi mit den Haustieren (Hühner, große schwarze Schweine, Ziegen) unter einem Dach. Da ist es nur natürlich, dass Krankheiten nicht ausbleiben. Das nächste Krankenhaus ist Stunden entfernt, die Säuglingssterblichkeit relativ hoch.
 
Das Getreide wird auf der Straße gesiebt. Kommt ja eh kaum einer vorbei.
So verwundert es auch nicht, dass gerade hier der Staat wegsieht und die „ein Kind – Politik“ hier nicht anwendet. Die Menschen dürfen mehrere Kinder haben, was uns gleich extrem aufgefallen ist.

Minderheiten dürfen mehrere Kinder haben. Das nutzen sie auch :-)
 Die Menschen sind trotz ihres harten und „einfachen“ Lebens sehr freundlich zu uns. Egal ob wir an einem Feld oder in einem Dorf anhalten begegnen uns die Menschen mit einem Lächeln und begrüßen uns schüchtern.
 

 
 
 

Landschaftlich und von den Menschen her hat es uns die letzten 3 Tage hier unwahrscheinlich gut gefallen. Am liebsten hätten wir mehr Zeit gehabt um besser den Alltag und die Lebensbedingungen der Menschen kennen zu lernen. Wahrscheinlich war ganz China vor vielen Jahren so ländlich und natürlich wir in den abgeschiedenen Tälern.





 





Kommentare:

  1. wow! ein - für mich - ganz toller bericht mit wunderschönen fotos von den menschen dort!!! sehr beeindruckend! schön, dass ihr auch dieses china bereist habt!!!!

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  2. Ich kann mich dem Kommentar von Thomas nur anschließen - sehr beeindruckend !

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Danke für deine Nachricht.
Liebe Grüsse, die Özis